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Seliger Anton Martin Slomšek

1800 war für die Slowenen ein entscheidendes Jahr. In Vrba in Gorenjska (Oberkrain) wurde France Prešeren und in Slom pri Ponikvi wurde Anton Martin Slomšek geboren. Die beiden wichtigen Personen prägten die Epoche und ohne sie wäre Slowenien sicherlich nicht, was es heute ist. Mehr als alles andere verband die beiden die Liebe zu der slowenischen Sprache und zur Poesie. 

 

Anton Martin Slomšek wurde am 26. November 1800 in Slom geboren und noch an demselben Tag in der Kirche in Ponikva getauft. Schon als er klein war, liebte er Bücher, aber sein Vater sah ihn als einen Nachfolger auf dem Bauernhof. Als der Sohn hinter den Büchern saß, gefiel es dem Vater auf gar keinen Fall. Bei ausdrucksvoller Einsetzung seiner Mutter und des Kaplans Jakob Prašnikar ließ der Vater immerhin nach. So machte Tonček seine ersten Schritte in die Schule. Zuerst ging er zu Kaplan Prašnikar nach dem Sonntagsgottesdienst in ein bescheidenes Zimmer im ehemaligen Wachturm, der zu seiner Zeit die Pfarrangehörigen vor den Einfällen der Türken schützte. Im Sommer sammelte Prašnikar seine Schüler unter einem großen Nussbaum, der in den jungen Jahren von Slomšek mitten von Ponikva mächtig stand und Schatten bot. Eines Sonntags prüften die Schüler ihre Kenntnisse im Schatten dieses Nussbaums und Slomšek war der beste.

 

Der Weg führte ihn aus dem Heimatort zuerst nach Celje und später nach Ljubljana, wo er 1819 zum ersten Mal France Prešeren begegnete. Einige Monate waren sie Studienkollegen an der Richtung Philosophie. Danach verließ Slomšek Ljubljana und ging nach Senj in Kroatien. Später studierte er Theologie in Klagenfurt, wo er seinen Mitschülern Slowenisch beibrachte.

 

Am 8. September 1824 wurde er zum Priester geweiht und damals kehrte er in seinen Heimatort für eine Weile zurück. Er hielt seine Primiz in Olimje bei Podčetrtek, wo damals Jakob Prašnikar, sein ehemaliger Kaplan und Mentor aus Ponikva, im Dienst des Priesters war. Prašnikar unterstützte Slomšek durch das ganze Studium, sowohl moralisch als materiell.

 

Nach der Primiz blieb ihm noch ein Jahr des Theologiestudiums in Klagenfurt. Danach wurde er Kaplan an seiner ersten Dienststelle in Bizeljsko, wo ihm die Hügel in diesem Weinbaugebiet eine Inspiration für einige seiner Lieder gaben. Das bekannteste Lied ist sicherlich En hribček bom kupil (Ich werde ein Hügelchen kaufen), das volkstümlich wurde. Als Kaplan war er auch in Nova cerkev tätig. Im Jahre 1829 kehrte er zurück nach Klagenfurt, wo er als Spiritual, Seelsorger der Theologen, arbeitete. Slomšek blieb in diesem Dienst neun Jahre. In dieser Zeit schrieb er viel, sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Er sammelte Volkslieder und erneuerte den Kurs der slowenischen Sprache, der nach seiner Abreise nicht mehr tätig war. Mit Matija Čop stand er im Briefwechsel, er dachte über die slowenische Rechtschreibung nach und gab mehrere Bücher heraus.

 

Nach neun Jahren in Klagenfurt bat Slomšek um eine neue Stelle unter den Menschen und wurde 1838 der Priester in Vuzenica. Aus der Zeit stammt sein bekanntestes Werk – das Lehrbuch für Sonntagsschulen Blaže in Nežica v nedeljski šoli (Blaže und Nežica in der Sonntagsschule). Das Buch wurde mehrmals nachgedruckt, in die tschechische Sprache übersetzt und sogar in Russland verwendet.

 

Im Jahre 1844 zog Slomšek aus Vuzenica nach St. Andrä um, wo er Schulaufseher für die Schulen im Bistum Lavant in Steiermark wurde. Damals wollte er die Idee ausführen, dass die Slowenen ihren eigenen Verlag bekommen würden, der gute und preisgünstige Bücher herausgeben würde. Jedoch die Behörden verhinderten es. Deswegen erschien 1846 das erste Sammelwerk kurzer Niederschriften und Gedanken namens Drobtinice (Krümelchen). In demselben Jahr wurde Slomšek zum Bischof in St. Andrä ernannt.

Die größte Tat von Slomšek war die Übertragung der Diözese aus St. Andrä nach Maribor. Am 3. September 1859 gab es den ersten Gottesdienst auf dem neuen Sitz des Bistums – in dem Dom von Maribor. Anton Martin aus Slom pri Ponikvi geling es hiermit, etwa 200.000 Slowenen in sein Bistum einzuschließen, die dem Bistum Graz zuvor gehörten und hätten ansonsten dem deutschen Einfluss unterlegen. Slomšek sammelte fast alle Slowenen in der Untersteiermark in einem neuen, slowenischen Bistum und bewahrte ihr Zuhause und ihre Sippe.

 

Anton Martin Slomšek starb am 24. September 1862 in Maribor und wurde im Dom von Maribor begraben. Am 19. September 1999 wurde von dem Papst Johannes Paul II. in Maribor als Seliger erklärt.

 

Quellen:

  • http://www.rkc.si/slomsek/
  • Drobtinice s Slomškove Ponikve (Krümelchen aus Slomšeks Ponikva), Redakteur Miha Herman
  • Slomškova pot (Der Weg von Slomšek), Stanko Klinar
  • Geburtshaus des Seligen Anton Martin Slomšek in Slom pri Ponikvi (Faltblatt)

 

LERNEN SIE DEN SELIGEN ANTON MARTIN SLOMŠEK KENNEN!

 

Besichtigen Sie sein Geburtshaus in Slom pri Ponikvi und andere Orte in der Umgebung, die mit einem der wichtigsten Slowenen aller Zeiten verbunden sind.

 

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